ÖAKTI Österreichisches Ausbildungs- und Kompetenzzentrum
für tiergestützte Interventionen
Mühlengasse 28, 2362 Biedermannsdorf
Copyright 2023 ÖAKTI, alle Rechte vorbehalten
....weil Tiere der Schlüssel zur Seele sind!
"Mit allem was lebt, sind wir durch Schicksalsgemeinschaft verbunden!
Albert Schweitzer
Das Training der Tiere für tiergestützte
Interventionen beim Verein ÖAKTI erfolgt tierschutzgerecht, gewaltfrei,
respektvoll und auf der Basis von positiven Methoden, denn nur so kann die
Ausbildung der Tiere mit dem größtmöglichen Erfolg und am nachhaltigsten
erfolgen.
Warum ist das so wichtig? Abgesehen von Tierschutzgedanken und Spaß
an der Freud‘ gibt es hierfür auch ganz wichtige, lerntechnisch orientierte Gründe:
Ein Trainingsaufbau mit rein positiver Motivation und positiver Verstärkung
fördert die Bereitschaft des Tieres mit dem Menschen zu arbeiten. Ein Tier, das
im Training das Gefühl der Freude empfindet und sich wohlfühlt, wird motiviert
und bereitwillig mitarbeiten und auch besser lernen, d.h. der Lernprozess kann
so positiv beeinflußt werden. Hierfür verantwortlich sind vornehmlich die
Neurotransmitter Dopamin und Serotonin, auch Glückshormone genannt, die bei
positiven Erfahrungen, Lob und Freude ausgeschüttet werden. Serotonin wirkt
beruhigend und angstmindernd, Dopamin ist anregend und beflügelnd und ist
deshalb für Motivation und Lernen essentiell wichtig. Durch positive Methoden
im Training werden also die Voraussetzungen für optimales Lernen geschaffen, so
kann also besonders gut und nachhaltig gelernt werden.
Entstehen im Training positive Emotionen
wird auch die Bindung zwischen Mensch und Tier gestärkt. Je intensiver und
vertrauensvoller diese Bindung zwischen Mensch und Tier ist, umso besser lernt
das Tier. Ein respektvoller Umgang mit dem Tier ist in diesem Zusammenhang
natürlich selbstverständlich und unumgänglich notwendig.
Auch dürfen Tiere
niemals für unsere Zwecke instrumentalisiert werden, es muss immer bedacht
werden, dass sie Lebewesen sind und eigene Bedürfnisse haben.
Tiere lernen neue Dinge am besten in einer stressfreien Umgebung und anhand von
vielen, mit positiven Emotionen verknüpften Wiederholungen. Natürlich muss auch
ein richtiges Timing der Bestätigung und die jeweils richtige Belohnung
individuell abgestimmt auf das auszubildende Tier angewendet und eingesetzt
werden, um den größtmöglichen Trainingserfolg erzielen zu können.
Das „Lesenlernen“ des eigenen Tieres, d.h. das Ausdrucksverhalten des eigenen
Tieres richtig deuten und verstehen zu lernen, spielt im Training bei ÖAKTI ebenfalls
eine große Rolle, denn dadurch kann eine mögliche Überforderung des Tieres
rechtzeitig erkannt und das Entstehen von Stress vermieden werden. Auch die
Effizienz des Trainings verbessert sich,
weil mit dem Tier eindeutig und effektiv kommuniziert werden kann und so ein
Verhältnis von Respekt und Kooperation zwischen Mensch und Tier entsteht.
Aversive Methoden hingegen, wie der Einsatz
von Zwang, Strafe, Einschüchterung oder Gewalt im Training, erzeugen beim Tier Angst, Schmerz, Widerstand,
Agression oder treiben das Tier in die „erlernte Hilflosigkeit“ (ein Zustand,
in dem das Tier aus Angst vor Strafe sich nicht mehr getraut, selbstständig
eine Handlung zu setzen). Auch führen oft gemachte Fehlverknüpfungen beim
Einsatz von aversiven Methoden im Training
zu häufigen, unerwünschten Verhaltenweisen bei den Tieren. Ein dauerhafter
Erfolg kann mit aversiven Trainingsmethoden nicht erreicht werden, denn hier
wird das Tier laufend unmotivierter werden und in zunehmendem Maße immer schlechter
lernen.
Auf der Basis dieses Wissens trainieren wir
in diesem Sinne mit vielen positiven, starken Emotionen und großer Freude und
Spaß am gemeinsamen Tun!